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Wie viel Wohngeld bekomme ich? Was die Höhe bestimmt

Haushaltsgröße, Miete, Einkommen, Mietstufe: was in die Wohngeld-Formel einfließt — und warum die Schätzung hier bewusst breiter ausfällt als bei anderen Leistungen.

Wie viel Wohngeld am Ende herauskommt, lässt sich schwerer überschlagen als bei den meisten anderen Sozialleistungen. Das liegt an der Formel selbst: Sie berücksichtigt gleichzeitig deine Haushaltsgröße, dein Einkommen und die sogenannte Mietstufe deiner Gemeinde — und genau dieser letzte Faktor ist von außen kaum zu schätzen.

Dieser Text erklärt, was in die Berechnung einfließt, und zeigt, wie AmtWerk dir trotzdem eine grobe Orientierung gibt, während du deinen Antrag ausfüllst — deutlich vorsichtiger formuliert als bei anderen Leistungen, aus gutem Grund.

Die angezeigte Spanne ist bewusst breit gehalten. Die tatsächliche Wohngeldstelle rechnet genauer, u.a. mit der offiziellen Mietstufentabelle deiner Gemeinde.

Die drei Stellschrauben der Wohngeld-Formel

Haushaltsgröße

Je mehr Personen im Haushalt zu deiner Miete beitragen dürfen, desto höher fällt der anerkannte Anteil an der Warmmiete aus. Zur Haushaltsgröße zählen alle Personen, die mit dir zusammen wohnen und wirtschaften — nicht nur die, die im Mietvertrag stehen.

Einkommen

Wohngeld sinkt mit steigendem Einkommen, aber nicht linear und nicht ohne Freibeträge — für Alleinerziehende, für Menschen mit Schwerbehinderung oder Pflegegrad, oder wenn ein Kind im Haushalt selbst verdient. Zählt wird das sogenannte wohngeldrechtliche Gesamteinkommen, also nach bestimmten pauschalen Abzügen für Steuern und Sozialabgaben — nicht dein Bruttoverdienst.

Die Mietstufe

Deutschland ist in sieben Mietstufen eingeteilt, je nachdem wie teuer Wohnen in einer Region üblicherweise ist. Dieselbe Miete führt in einer hohen Mietstufe zu mehr Wohngeld als in einer niedrigen — weil dort auch ohne Wohngeld schon mit höheren Mieten gerechnet wird.

Welche Mietstufe für deine Adresse gilt, legt eine amtliche Anlage zum Wohngeldgesetz fest und wird von Zeit zu Zeit angepasst. Eine allgemeine Ausfüllhilfe kann diese Tabelle nicht ohne Weiteres nachbilden — das ist der Hauptgrund, warum die Schätzung von AmtWerk hier vorsichtiger bleibt als beim Bürgergeld.

Mietzuschuss oder Lastenzuschuss

Für Mieterinnen und Mieter heißt die Leistung Mietzuschuss, für Eigentümerinnen und Eigentümer, die selbst in ihrer Immobilie wohnen, Lastenzuschuss. Die Grundformel ist dieselbe, nur zählt beim Lastenzuschuss statt der Miete die monatliche Belastung aus Kreditraten, Nebenkosten und ähnlichen Posten — verteilt auf deutlich mehr Einzelfelder als eine einzelne Mietzahlung.

Genau wegen dieser Aufteilung in viele Einzelposten rechnet AmtWerk beim Lastenzuschuss ausschließlich mit den groben Angaben aus dem kurzen Kurzcheck, nicht mit den Detailangaben aus dem vollständigen Antrag — eine falsch zusammengezählte Belastung wäre riskanter als eine etwas gröbere, aber verlässlichere Schätzung.

Wie AmtWerk deinen Betrag schätzt

Direkt nach dem kurzen Kurzcheck am Anfang zeigt dir AmtWerk eine erste, sehr grobe Spanne, abgeleitet aus einem bundesweiten Durchschnittswert und deinem groben Verhältnis von Einkommen zur Einkommensgrenze deiner Haushaltsgröße.

Beim Mietzuschuss folgt auf der Zusammenfassung vor der Bezahlung eine zweite, genauere Spanne — berechnet aus deiner tatsächlichen Haushaltsgröße und der Summe aller im Antrag erfassten Einkommen. Beide Rechnungen laufen ausschließlich in deinem Browser, ohne dass etwas an einen Server geschickt wird.

Warum die Spanne hier bewusst breiter ist

Ohne die echte Mietstufe deiner Gemeinde kann keine seriöse Ausfüllhilfe eine punktgenaue Zahl versprechen — jeder Versuch würde eine Genauigkeit vortäuschen, die nicht vorhanden ist. Deshalb zeigt AmtWerk hier ausdrücklich eine weite Spanne statt einer einzelnen Zahl.

Über die tatsächliche Höhe entscheidet ausschließlich deine Wohngeldstelle, anhand deines vollständigen Antrags und der für deine Adresse geltenden amtlichen Mietstufe.

Deinen Wohngeldantrag mit Schätzung ausfüllen

AmtWerk führt dich in einfacher Sprache durch den passenden Fragebogen — Mietzuschuss oder Lastenzuschuss — und trägt deine Antworten in das amtliche Formular ein, samt der beschriebenen Schätzung während des Ausfüllens.

Du kannst alle Fragen kostenlos durchgehen und deinen fertigen Antrag vorher ansehen. Bezahlt wird erst am Ende, direkt vor dem Download.

Stand: 26.08.2026

AmtWerk ist eine Ausfüllhilfe und keine Rechtsberatung. Wie viel Wohngeld dir zusteht, entscheidet allein die zuständige Wohngeldbehörde. Die angezeigte Schätzung ist unverbindlich und kein Bescheid.

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