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Einbürgerung: Welche Unterlagen brauche ich?

Pass, Geburtsurkunde, Sprachzertifikat, Einkommensnachweise: was die Einbürgerungsbehörde fast immer verlangt und was nur in bestimmten Fällen.

Ein Einbürgerungsantrag scheitert selten am Formular, sondern daran, dass Unterlagen fehlen und die Behörde nachfordert. Jede Nachforderung kostet Wochen.

Diese Liste trennt, was fast jede Einbürgerungsbehörde sehen will, von dem, was nur in bestimmten Lebenslagen dazukommt.

Reich Kopien ein, keine Originale — außer die Behörde verlangt ausdrücklich das Original, etwa beim Pass zur Einsicht beim Termin. Von allem, was du abgibst, behältst du selbst eine Kopie.

Fast immer verlangt

Gültiger Nationalpass

Der Pass deines Herkunftslandes, gültig. Wenn du keinen hast, tritt an seine Stelle dein Passersatzpapier — etwa ein Reiseausweis für Flüchtlinge oder für Staatenlose.

Aufenthaltstitel

Der elektronische Aufenthaltstitel oder die Bescheinigung über dein Freizügigkeitsrecht, wenn du EU-Bürgerin oder EU-Bürger bist.

Geburtsurkunde

Bei ausländischen Urkunden meist mit beglaubigter Übersetzung. Manche Behörden verlangen zusätzlich eine Legalisation oder eine Apostille — das hängt vom Ausstellungsland ab und steht auf der Seite deiner Einbürgerungsbehörde.

Sprachnachweis

Ein Zertifikat auf Niveau B1, ein deutscher Schulabschluss oder ein in Deutschland abgeschlossener Ausbildungs- oder Studiengang.

Nachweis über den Einbürgerungstest

Die Bescheinigung über den bestandenen Einbürgerungstest oder den Test „Leben in Deutschland“.

Nachweise über dein Einkommen

Je nach Lebenslage: Lohnabrechnungen der letzten Monate, der Arbeitsvertrag, bei Selbstständigkeit der letzte Steuerbescheid und eine Gewinnermittlung, bei Rente der Rentenbescheid.

Dazu Nachweise über deine Kranken- und Rentenversicherung.

Aktuelles biometrisches Passfoto

Für die Einbürgerungsurkunde. Anzahl und Format nennt deine Einbürgerungsbehörde.

Nur in bestimmten Fällen

Heirats-, Scheidungs- oder Sterbeurkunde

Wenn du verheiratet bist, verpartnert warst, geschieden oder verwitwet — jeweils mit beglaubigter Übersetzung, wenn die Urkunde nicht deutsch ist.

Geburtsurkunden deiner Kinder

Für jedes Kind, das mit eingebürgert werden soll. Lebt der andere Elternteil getrennt, wird oft zusätzlich seine Zustimmung oder ein Sorgerechtsnachweis verlangt.

Mietvertrag oder Meldebescheinigung

Als Nachweis, dass du im Zuständigkeitsbereich dieser Behörde wohnst.

Nachweis über eine Betreuung oder Vollmacht

Wenn jemand den Antrag für dich stellt: der Betreuerausweis, der Gerichtsbeschluss oder die Vollmacht.

Was du dir sparen kannst

Das Führungszeugnis

Die Einbürgerungsbehörde fragt selbst beim Bundeszentralregister nach. Ein Führungszeugnis musst du in der Regel nicht beibringen — und wenn du es unaufgefordert beantragst, zahlst du eine Gebühr für nichts.

Und das Formular dazu

Die Unterlagen sind die eine Hälfte, der Antrag die andere. Er ist zehn Seiten lang und fragt nach früheren Ehen, allen Kindern, beiden Elternteilen, den Wohnorten seit der Geburt und den Einkünften in siebzehn Kategorien.

AmtWerk stellt dir diese Angaben als einfache Fragen in deiner Sprache und trägt sie in das amtliche Formular deines Bundeslandes ein. Zurzeit ist das Nordrhein-Westfalen.

Stand: 05.09.2026

AmtWerk ist eine Ausfüllhilfe und keine Rechtsberatung. Welche Unterlagen in deinem Fall verlangt werden und in welcher Form, entscheidet die zuständige Einbürgerungsbehörde — die Listen unterscheiden sich von Stadt zu Stadt.

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