Ausweis, Kontoauszüge, Mietvertrag, Gehaltsabrechnungen: Was das Jobcenter immer verlangt, was nur in bestimmten Fällen — und was du tust, wenn ein Nachweis fehlt.
Der häufigste Grund, warum ein Antrag auf Grundsicherung (vormals Bürgergeld) liegen bleibt, ist kein Fehler im Formular — es sind fehlende Nachweise. Das Jobcenter kann erst entscheiden, wenn alles beisammen ist.
Diese Liste zeigt, was fast immer verlangt wird und was nur in bestimmten Fällen dazukommt. Sammle alles ein, bevor du den Antrag abgibst.
Reiche Kopien ein, keine Originale. Und mach dir von allem, was du abgibst, selbst eine Kopie oder ein Foto.
Als Kopie, für dich und für alle Personen, die mit dir im Haushalt leben und im Antrag stehen.
Dokument verloren? Beim Bürgeramt bekommst du Ersatz, gegen Gebühr oft als Express-Ausweis innerhalb weniger Tage. Warte damit nicht bis zur Antragsabgabe.
Von allen Konten — auch von Zweitkonten, Sparkonten und Bezahldiensten wie PayPal.
Meist als PDF im Online-Banking herunterladbar. Ohne Online-Banking bekommst du sie am Kontoauszugsdrucker oder am Schalter deiner Bank.
Die Auszüge müssen vollständig sein, also alle Seiten und ohne geschwärzte Zeilen. Unvollständige Auszüge sind ein häufiger Grund für Rückfragen.
Die Mitgliedsbescheinigung deiner Krankenkasse oder deine Versichertenkarte als Kopie.
Mietvertrag oder eine Vermieterbescheinigung, dazu die aktuelle Nebenkostenabrechnung. Diese Unterlagen gehören zur Anlage KDU.
Die Gehaltsabrechnungen der letzten drei Monate. Bei mehreren Jobs von jedem einzelnen.
Geburtsurkunden der Kinder. Ab 15 Jahren zusätzlich eine Schulbescheinigung.
Deinen Aufenthaltstitel als Kopie — bei einer Karte Vorder- und Rückseite.
Den Schwerbehindertenausweis oder den Feststellungsbescheid über den Grad der Behinderung.
Den letzten Bescheid darüber — etwa über Arbeitslosengeld, Krankengeld oder Elterngeld. Bescheide der Agentur für Arbeit findest du auch online in deinem Postfach unter arbeitsagentur.de.
Gib den Antrag trotzdem ab. Der Tag der Abgabe zählt — und Grundsicherung wirkt nicht rückwirkend, jeder Tag Wartezeit kostet dich also unter Umständen Geld.
Schreib dazu, welche Unterlage noch fehlt und wann du sie nachreichst. Das Jobcenter setzt dir dann eine Frist, statt den Antrag unbearbeitet liegen zu lassen.
AmtWerk stellt dir während des Ausfüllens einfache Fragen und erstellt daraus eine Checkliste, die nur die Unterlagen enthält, die für dich wirklich gelten — plus einen Hinweis, wo du jedes Dokument bekommst, wenn es dir fehlt.
Den fertigen Antrag samt Anlagen bekommst du als PDF. Du kannst alles kostenlos durchgehen und vorher ansehen; bezahlt wird erst am Ende.
Stand: 12.08.2026
AmtWerk ist eine Ausfüllhilfe und keine Rechtsberatung. Welche Unterlagen in deinem Fall verlangt werden, entscheidet allein das zuständige Jobcenter. Bitte prüfe alle Angaben vor dem Einreichen selbst.