Ausweis, Einkommensnachweis, Mietvertrag oder Grundbuchauszug, Kontoauszüge: Was die Wohngeldstelle für Mietzuschuss und Lastenzuschuss verlangt — und was du bei einer fehlenden Unterlage tust.
Ein Wohngeldantrag bleibt selten wegen eines falsch ausgefüllten Feldes liegen — meistens fehlt eine Unterlage. Die Wohngeldstelle kann erst entscheiden, wenn alles beisammen ist.
Diese Liste zeigt, was fast immer verlangt wird und was nur in bestimmten Fällen dazukommt. Miet- und Lastenzuschuss unterscheiden sich dabei an einer wichtigen Stelle — wer zur Miete wohnt, braucht andere Nachweise als wer die eigene Wohnung abbezahlt.
Reiche Kopien ein, keine Originale. Und mach dir von allem, was du abgibst, selbst eine Kopie oder ein Foto.
Als Kopie, für dich und für alle Personen, die mit dir im Haushalt leben und im Antrag stehen.
Dokument verloren? Beim Bürgeramt bekommst du Ersatz, gegen Gebühr oft als Express-Ausweis innerhalb weniger Tage. Warte damit nicht bis zur Antragsabgabe.
Welches Dokument genau, hängt davon ab, wie du dein Geld verdienst: Angestellte legen eine Verdienstbescheinigung des Arbeitgebers und die Lohnabrechnungen der letzten zwölf Monate vor, Selbständige den letzten Einkommensteuerbescheid und eine aktuelle Gewinnermittlung (BWA oder EÜR).
Rentnerinnen und Rentner nehmen den aktuellen Rentenbescheid oder die jährliche Rentenanpassungsmitteilung. Azubis und Studierende brauchen eine Immatrikulations- oder Ausbildungsbescheinigung plus den BAföG- oder BAB-Bescheid — wichtig: Auch ein Ablehnungsbescheid zählt, er belegt schließlich, dass kein BAföG-Anspruch besteht, und genau das will die Wohngeldstelle wissen.
Bist du gerade arbeitslos, reicht der aktuelle Bescheid über Arbeitslosengeld oder ein Nachweis, dass du keine Leistungen beziehst. Kommt Geld aus mehreren Quellen zusammen — etwa Unterhalt, Krankengeld, Elterngeld oder Kapitalerträge —, gehört auch dafür jeweils ein Beleg dazu.
Meist als PDF im Online-Banking herunterladbar. Ohne Online-Banking bekommst du sie am Kontoauszugsdrucker oder am Schalter deiner Bank.
Die Auszüge müssen vollständig sein, also alle Seiten und ohne geschwärzte Zeilen. Unvollständige Auszüge sind ein häufiger Grund für Rückfragen.
Der Mietvertrag selbst, dazu ein Beleg der letzten Mietzahlung — ein Kontoauszug reicht dafür meist aus.
Vertrag nicht auffindbar? Eine Vermieterbescheinigung mit den nötigen Angaben ersetzt ihn in den meisten Fällen. Deine Vermieterin oder dein Vermieter füllt sie dir aus.
Nur nötig, wenn du Heizkosten zahlst, die im Antrag mitgezählt werden sollen. Sie kommt einmal jährlich von der Hausverwaltung.
Heizt du direkt mit eigenem Gas- oder Stromvertrag, nimmst du stattdessen die letzte Jahresabrechnung deines Versorgers.
Weist nach, dass die Wohnung oder das Haus dir gehört und du selbst darin wohnst — für eine vermietete Immobilie gibt es keinen Lastenzuschuss.
Den Grundbuchauszug bekommst du beim Grundbuchamt des zuständigen Amtsgerichts, meist gegen eine kleine Gebühr.
Nur nötig, wenn noch ein Kredit auf der Immobilie läuft. Die Bescheinigung über die aktuellen Zins- und Tilgungsraten schickt deine Bank meist einmal jährlich zu, lässt sich sonst im Online-Banking oder direkt bei der Bank anfordern.
Den Grundsteuerbescheid schickt dir deine Stadt oder Gemeinde. Zu den Bewirtschaftungskosten zählen zum Beispiel Gebäudeversicherung, Schornsteinfeger und laufende Instandhaltung.
Erhöht in bestimmten Fällen den anrechnungsfreien Betrag deines Einkommens. Erhältlich beim zuständigen Versorgungsamt, dort auch erneut anzufordern.
Die Pflegekasse sitzt bei deiner Krankenkasse — den Bescheid bekommst du dort telefonisch oder über das Online-Portal erneut.
Titel, schriftliche Vereinbarung oder — falls beides fehlt — Kontoauszüge, auf denen die regelmäßigen Überweisungen zu erkennen sind.
Kita- oder Hortbescheid beziehungsweise Betreuungsvertrag. Den Kostenbescheid stellt das Jugendamt oder die Einrichtung selbst aus, ein Nachfragen im Kita-Büro genügt meist.
Kontostände, Depotauszüge, Wertgutachten — nötig, wenn dein Vermögen über der Freigrenze liegt. Wie hoch sie ausfällt, hängt von der Zahl der Personen in deinem Haushalt ab; die genaue Grenze nennt dir deine Wohngeldstelle.
Geburtsurkunden, Schulbescheinigungen und eigene Einkommensnachweise für jede Person, die mit im Antrag steht. Geburtsurkunden gibt es beim Standesamt des Geburtsorts, oft auch online bestellbar.
Gib den Antrag trotzdem ab. Wohngeld wird in aller Regel ab dem Monat der Antragstellung gezahlt — wer mit der Abgabe wartet, bis alle Unterlagen beisammen sind, verschenkt unter Umständen Geld.
Schreib dazu, welche Unterlage noch fehlt und wann du sie nachreichst. Die Wohngeldstelle setzt dir dann eine Frist, statt den Antrag unbearbeitet liegen zu lassen.
AmtWerk stellt dir während des Ausfüllens einfache Fragen — auf Deutsch, Türkisch, Ukrainisch, Russisch, Englisch oder Arabisch — und erstellt daraus eine Checkliste, die nur die Unterlagen enthält, die für dich wirklich gelten, mit Hinweis, wo du jedes Dokument bekommst, wenn es dir fehlt.
Den fertigen Antrag bekommst du als PDF, für Mietzuschuss wie für Lastenzuschuss. Du kannst alle Fragen kostenlos durchgehen und deinen Antrag vorher ansehen; bezahlt wird erst am Ende, direkt vor dem Download.
Stand: 13.08.2026
AmtWerk ist eine Ausfüllhilfe und keine Rechtsberatung. Welche Unterlagen in deinem Fall verlangt werden und wie viel Wohngeld dir zusteht, entscheidet allein die zuständige Wohngeldstelle. Bitte prüfe alle Angaben vor dem Einreichen selbst.