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Anlage EK ausfüllen: Einkommen richtig angeben

Die Anlage EK erfasst dein Einkommen: Lohn, Minijob, Fahrtkosten, Kindergeld, Unterhalt. Feld für Feld erklärt — und warum Arbeiten einen Antrag nicht ausschließt.

Die Anlage EK gehört zum Antrag auf Grundsicherung (vormals Bürgergeld). EK steht für Einkommen. Auf diesem Blatt trägst du ein, was jeden Monat bei dir hereinkommt.

Ein weit verbreiteter Irrtum: Wer arbeitet, dürfe keinen Antrag stellen. Das stimmt nicht. Einkommen wird angerechnet, aber es schließt den Anspruch nicht aus — der Fachbegriff dafür ist Aufstocken. Genau dafür gibt es diese Anlage.

Leg dir die Gehaltsabrechnungen der letzten drei Monate bereit, dazu Bescheide über andere Zahlungen wie Kindergeld oder Unterhalt.

Was das Formular wissen will

Arbeitest du aktuell?

Gemeint ist jede bezahlte Tätigkeit — auch ein Minijob, auch Teilzeit, auch wenige Stunden im Monat. Ein niedriges Einkommen ist kein Grund, hier Nein anzukreuzen.

Wer aus Sorge, den Anspruch zu verlieren, ein Einkommen verschweigt, riskiert eine Rückforderung und ein Bußgeldverfahren. Das Jobcenter gleicht Angaben mit anderen Stellen ab.

Um welche Art von Einkommen geht es?

Lohn oder Gehalt, Minijob, Ausbildungsvergütung oder etwas anderes. Die Art wird getrennt abgefragt, weil sie unterschiedlich angerechnet wird.

Hast du mehrere Jobs, gibst du das Haupteinkommen an und führst die weiteren gesondert auf. Jedes Arbeitsverhältnis braucht eigene Nachweise.

Wie hoch ist dein monatliches Netto-Einkommen?

Netto heißt: der Betrag, der nach Steuern und Sozialabgaben tatsächlich auf deinem Konto landet. Nicht der Brutto-Betrag ganz oben auf der Abrechnung.

Schwankt dein Verdienst von Monat zu Monat, nimm einen Durchschnitt aus den letzten drei Abrechnungen. Die genauen Zahlen belegst du ohnehin mit den Abrechnungen selbst.

Name und Anschrift deines Arbeitgebers

Vollständig, so wie es auf deiner Gehaltsabrechnung steht — mit Straße, Hausnummer, Postleitzahl und Ort.

Das Jobcenter braucht die Anschrift, um bei Bedarf eine Verdienstbescheinigung anzufordern. Das ist ein Routinevorgang und kein Misstrauen dir gegenüber.

Wird monatlich ausgezahlt?

Bei wöchentlicher oder unregelmäßiger Auszahlung rechnet das Jobcenter anders um. Deshalb die eigene Frage.

Auch der Zeitpunkt zählt: Entscheidend ist der Monat, in dem das Geld zufließt — nicht der Monat, für den du gearbeitet hast.

Kosten für den Weg zur Arbeit und für Arbeitsmittel

Beides wird abgefragt, weil es vom anrechenbaren Einkommen abgezogen werden kann: Fahrtkosten mit Auto, Bus oder Bahn, und notwendige Arbeitsmittel wie Werkzeug oder Berufskleidung.

Es lohnt sich also, hier ehrlich Ja anzukreuzen und die Belege zu sammeln. Wer die Frage übergeht, verschenkt einen Abzug, der ihm zusteht.

Weiteres Einkommen ohne Arbeit

Kindergeld, Unterhalt, Renten, Krankengeld, Elterngeld, Zinsen — all das gehört ebenfalls in die Anlage, auch wenn es nichts mit einem Job zu tun hat.

Kindergeld wird häufig vergessen, weil es automatisch kommt und nicht als eigenes Einkommen empfunden wird. Es zählt trotzdem.

Drei Fehler, die Geld oder Zeit kosten

Brutto statt netto

Der häufigste Zahlendreher auf diesem Blatt. Prüf, ob dein eingetragener Betrag dem entspricht, was tatsächlich überwiesen wurde.

Fahrtkosten nicht angegeben

Sie mindern das anrechenbare Einkommen. Wer sie weglässt, meldet sich selbst ärmer an Abzügen, als er ist.

Kindergeld vergessen

Es fällt bei der Prüfung fast immer auf, weil das Jobcenter Zugriff auf diese Angaben hat. Das Ergebnis ist eine Rückfrage und ein verzögerter Antrag.

Was danach passiert

Das Jobcenter zieht von deinem Einkommen bestimmte Beträge ab, bevor es den Rest anrechnet — unter anderem einen Grundfreibetrag und die Kosten, die du oben angegeben hast. Wie viel davon in deinem Fall bleibt, hängt von deiner Haushaltsgröße und den genauen Beträgen ab.

AmtWerk hat dafür einen kostenlosen Kurzcheck: Er rechnet mit deinen Angaben durch, ob sich ein Antrag überhaupt lohnt. Verbindlich entscheidet allein das Jobcenter.

Die Anlage EK automatisch ausfüllen lassen

AmtWerk fragt dich in einfacher Sprache nach genau diesen Angaben — auf Deutsch, Türkisch, Ukrainisch, Russisch, Englisch oder Arabisch — und trägt sie an der richtigen Stelle ins amtliche Formular ein. Zusammen mit dem Hauptantrag und allen weiteren Anlagen, die für dich gelten.

Du kannst alle Fragen kostenlos durchgehen und deinen fertigen Antrag vorher ansehen. Bezahlt wird erst am Ende, direkt vor dem Download.

Stand: 12.08.2026

AmtWerk ist eine Ausfüllhilfe und keine Rechtsberatung. Wie dein Einkommen angerechnet wird und was dir zusteht, entscheidet allein das zuständige Jobcenter. Bitte prüfe alle Angaben vor dem Einreichen selbst.

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